Southern Alps, New Zealand
Nizza, auf dem Weg nach Menton, 1981
Hagia Sophia, Istanbul
Nach Landmannalaugar, Island
Djemaa el Fna, Marrakesch, Marokko
Crossing Fish River, Namibia (Foto: Martina Scheider)
Sossusvlei, dead vlei, Namibia
Victoria Falls, Zimbabwe
The Golden Gate Bridge
Sultanspalast, Maskat, Oman
Hadschar Mountains, Oman
Angkor Wat, Kambodscha
Swedagon Pagoda, Yangon, Myanmar
Thar Desert, Rajasthan, India
Taj Mahal, Agra, India
O'ahu, Hawaii, USA
The phantastic Punakha Dzong, Bhutan
Blaue Stunde am Singapore River
Uluru, Australia
Thornton Beach, Australia (Foto: Susanne Hagemann)
Slope Point, New Zealand's southernmost point
Rano Raraku, Osterinsel, Chile
Glaciar Perito Moreno, Argentina
Pão De Açúcar, Rio de Janeiro
Le Mont-Saint-Michel, Bretagne
Ez-Zitouna-Moschee, Tunis
Nordkap, Norwegen
Rīgas Kristus Piedzimšanas pareizticīgo katedrāle, Geburtskathedrale, Riga, Lettland
Registan, Samarkand, Usbekistan

Unterwegs...

Reisen

 

 


„Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.“
Kurt Tucholsky


 

Von der Freude, willkommen zu sein

Den trefflichen Worten von Kurt Tucholsky ist im Grunde nichts hinzuzufügen. Und wenn doch, dann vielleicht diese kleine, ganz persönliche Erfahrung.

Ich habe viele Länder bereist. Bin oft als Fremder gekommen, manchmal mit Unsicherheit, stets mit Neugier. Und überall wurde ich aufgenommen. Nicht immer gleich, nicht immer einfach, aber immer spürbar willkommen.

Ich spreche von Gastfreundschaft. Jener Tugend, die als romantisch verklärtes Ideal oft nur ein Schattendasein in unserem Alltag führt. In Wahrheit ist sie eine unserer kostbarsten Traditionen und ein universelles Prinzip gelebter Menschlichkeit. Sie ist nicht abhängig von Kultur, Religion oder Geschichte. Sie folgt keiner Ideologie, keinem System. Sie entspringt etwas Tieferem – der inneren Gewissheit, dass der fremde Mensch, der vor mir steht, mir gleichen könnte. Dass ich selbst es sein könnte, der anklopft.

Und diese Wahrheit zwingt nicht – sie genügt der Erkenntnis, dass man den anderen so behandeln muss, wie man selbst behandelt werden möchte. Eine Goldene Regel der Gastfreundschaft, die nicht gemeint ist als ethischer Vorschlag oder moralischer Appell. Wahrheit braucht keinen Imperativ – und es wäre auch zu simpel. Sie ist nicht weniger als der Maßstab für Respekt und Mitmenschlichkeit. Und wie einfach ist es für einen Reisenden, in Umkehr dieser Geste dem Gastgeber das entgegenzubringen, was ihm selbst zuteilwurde: Freundlichkeit, Respekt und ein offenes Herz.