Kein Epilog
Countdown 13
„Fange nie an, aufzuhören. Höre nie auf, anzufangen.“
Cicero
Woche 13
Vom Wandel, von der Zeit und von Seifenblasen-Worten
Ich befinde mich nicht in einer Konfrontationstherapie und nein, ich habe auch keine isolierte Triskaidekaphobie. Im Tarot steht die Karte Nummer 13 für den "Tod", symbolisiert aber meist Neuanfang und Transformation. Eine mehr als passende Analogie für meine anstehende Veränderungsphase. Im Grunde ist die 13 nur eine, wenn auch irgendwie bemerkenswerte, aber dennoch ganz normale Primzahl, die mir dieser Tage eher zufällig begegnet. Es sind nämlich genau dreizehn Wochen bis zu meinem Arbeitsende in diesem Leben. Und so beschäftige ich mich derzeit intensiv mit der Zeit. Mit jener subjektiv empfundenen Lebenszeit, die mit einer geradezu Lipschitz'schen Stetigkeit voranschreitet. Leise, unaufhaltsam und gelassen. Manchmal aber so beängstigend schnell, dass mich bei der Betrachtung eine absurde, unwiderstehliche Faszination umfängt. Im Wesen ist die Zeit gutmütig, aber sie besitzt keine Seele. Kompromisse mit den Sterblichen macht sie niemals, also auch nicht mit mir. Tick-tack, sie vergeht, jede Stunde, jede Sekunde, jeden Moment. In meinen Gedanken befinde ich mich an der Schnittstelle von Vergangenheit und Zukunft, die das Jetzt bedeutet. Ein infinitesimales Momentum, das keine eigene Dauer besitzt, in dem Anfang und Ende eins sind, der aber das gesamte Universum in all seiner unendlichen Existenz beinhaltet.
Es ist 34°C im Schatten und ich genieße dieses Jetzt – den Augenblick, der sich selbst genug ist. Ich denke nicht an die Schatten von gestern oder die noch leisen Rufe des Morgen. Dennoch, sie sind unüberhörbar. Die letzten dreizehn verbleibenden Wochen meines Arbeitslebens sind wie gesagt angebrochen. Noch kann ich das aufdringliche Gefühl, das sich durch die herannahenden Ereignisse einstellt, nicht präzise einordnen. Vorfreude, Erlösung, Abschied, Fokuswechsel oder Neuanfang? Irgendwie ja und irgendwie nein, aber eben nur irgendwie. Das sind Worte, die mich eher an das Bullshit-Bingo meiner Berufsära erinnern und es wäre auch zu simpel, die Komplexität und Tragweite meiner emotional indefiniten inneren Veränderungen mit nicht mehr als Klischees beschreiben zu wollen, denn sie treffen nicht den Kern.
Ich brühe mir noch einen frischen Kaffee auf, setze mich zurück auf meine Panoramaterrasse und starre ins sommerliche Münsterland ohne einen bestimmten Fluchtpunkt zu fixieren. Mein Gehirn arbeitet unaufgefordert weiter, auf der Suche nach der einen trefflichen Vokabel für meinen Gemütszustand. Worte werden gefunden und verworfen. Fragmente setzen sich zu völlig neuen kreativen Wortschöpfungen zusammen, ich kann sie aber nicht greifen. Wie Sternschnuppen, die schneller verglühen als man sich etwas wünschen konnte. Dann sind sie für immer verschwunden. Kurz darauf enstehen Seifenblasen-Worte, die in den schönsten Farben schillern und das Gesuchte geradezu perfekt beschreiben, zerplatzen aber bei der kleinsten Berührung durch den bewussten Gedanken. Und so ergebe ich mich alsbald den Sinnfunken, dem Gedankenschimmern und den Wortschatten, die ich genausowenig fassen kann wie Irrlichter in einer dunklen Nacht.
Meinen Kaffee trinke ich nicht ganz zu Ende und wende mich von meinen Gedanken ab, wohl wissend, dass mein Unterbewusstsein sich schon längst der Suche nach den richtigen Worten angenommen hat. Die Psychologie nennt das den Inkubationseffekt – ich nenne das immer die Beauftragung des Universums. Ich bin gespannt.
Woche 12
Vom großen Ganzen und den kleinen Anfängen
Die Ereignisse dieser Woche reihen sich zusammenhanglos aneinander wie die bunten Gedanken in meinem Kopf. Die Nachrichten melden ein brennendes Europa, tausende Hitzetote allein in Deutschland; Ernten verdorren, und die Flüsse liegen leer. Wir stehen mit den spürbaren Folgen des Klimawandels erst am Anfang, das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Was wird in den nächsten Jahren auf uns warten? Am Himmel über mir steht eine vom Mond verdunkelte, orange Sonne, die ich mir durch eine kleine, rußgeschwärzte Glasscheibe ansehe. Gigantisch! Und stelle ich dem meine eigene kleine Herausforderung gegenüber, die ich hier zu bestehen habe, erscheint sie mir geradezu unbedeutend.
Trotz der extremen Wärme ist es ein Privileg, jeden Morgen auf der Terrasse zu frühstücken. In den frühen Stunden weht ein Wind, der im Vergleich zu den Mittagsstunden noch kühl ist. Ich genieße es, unter dem großen, schattenspendenden Sonnenschirm zu sitzen und Gebäck in meinen Milchkaffee zu tunken. Im Giebel des Schirms entdecke ich erbsengroße, kugelige Gebilde, die in der Nacht dort angebracht worden sein müssen. Bei näherer Betrachtung zeigen sich drei Gelege – vermutlich von einem Insekt. Die krugähnliche Form der kleinen Larvennester macht die Bestimmung des Urhebers leicht: Es ist eine harmlose Töpferwespe. Spontan fallen mir die wabenartigen Gelege eines Falters ein, der gestern ebenfalls beschlossen hat, mitten auf meinem Küchenfenster die Kinderstube für seine Nachkommen einzurichten. Winzig klein und mit höchster Akkuratesse verklebt, haften die Motteneier nun an der Scheibe. Ich will sie unbedingt noch fotografieren, bevor das Jungvolk schlüpft oder von der Sonne verbrannt wird. Damit ist die erste Aktion des Tages gefunden.
Die Woche schreitet voran und mein Job vertreibt mir mehr die Zeit als dass er sie mir raubt wie früher. An den folgenden Tagen verkaufe ich nacheinander den Sonnenschirm (ob mit oder ohne Wespen, wird sich zeigen), meine Waschmaschine und den Küchenwagen mit der großen Keramikarbeitsplatte. Die Unordnung in meiner Wohnung nimmt unübersehbar zu; es formt sich das Bild eines echten Aufbruchs. Die Tage in meinem kleinen Dachparadies sind gezählt. Die routinierten Abläufe des Alltags sind gestört – sei es durch Dinge, die plötzlich ohne festen Platz im Weg herumliegen, oder Gebrauchsgegenstände, die nicht mehr an ihrem gewohnten Platz zu finden sind. Es macht seltsamerweise Freude, das Gewohnte umzukrempeln. Es erfüllt mich mit einer gesunden Anspannung und mit Neugier auf das, was da kommen mag: ein Leben ohne die Erfüllung von Aufgaben gegen Bezahlung.

Und dann sind da noch die entspannten, langen Sommerabende, wenn es draußen ruhig wird – und es wird bisweilen sehr ruhig hier oben auf dem Teuto. Wenn erträgliche Temperaturen das Verweilen auf der Terrasse erlauben und über mir der westfälische Sternenhimmel funkelt. Dann spüre ich ein weiteres Mal diese persönliche Bedeutungslosigkeit im Angesicht des großen Ganzen. Sie macht mich leicht, sie entlastet mich. All meine Fragen an den krassen Wechsel vom Berufsleben in die Entpflichtung (mit der Vokabel „Rente“ habe ich mich noch nicht angefreundet), all die Fragen an die Ungewissheit und an das oft unbewusste Zurückblicken und Bewerten der eigenen Lebensleistung bis hierher – sie alle verlieren an Gewicht. Sie verlieren die Notwendigkeit, überhaupt beantwortet werden zu müssen.
Noch vor dem Wochenende gebe ich meinen Zuschlag für eine eher praktische als besonders schöne Wohnung in Essen – der Stadt, die ich vor siebenunddreißig Jahren verlassen habe. Nägel mit Köppen, es nimmt Gestalt an. Ich kaufe im Baumarkt stapelweise Umzugskisten und beginne zu Hause, die ersten Sachen transportsicher zu verpacken. Begleitet von gesunden Zweifeln und kreativen Gedankenexperimenten, die mir bestätigen sollen, dass meine Entscheidung nach wie vor die richtige ist. Und dann, als ich es mal wieder am wenigsten erwartet habe, sendet mir das Universum mit seiner unschlagbaren Trefflichkeit eine kleine Botschaft und sagt mit ihr nicht mehr als das, was den Kern meiner Gedanken ausmacht: Jeder Umzug ist ein Anfang. Und das gedruckt auf einem banalen Umzugskarton. So einfach kann es sein!
Woche 11
Wenn Eisberge kentern und Regenbögen Gutes verheißen
Die Woche beginnt mit der sehnlich erwarteten Abkühlung und dem überlebenswichtigen, lang ersehnten Regen. Ich genieße die feuchte Kühle auf meiner Terrasse und schaue der durstigen Natur dabei zu, wie sie sich langsam etwas erholt. Bis Montag hält das trübe Regenwetter an. Ich bekomme per Mail meinen neuen Mietvertrag, den ich am Dienstag elektronisch signiere und damit meinen Umzug in meine alte Heimatstadt endgültig besiegle. Trotz meiner absoluten Sicherheit bei dieser wohlüberlegten Entscheidung sind derart verbindliche Momente immer auch ein fruchtbarer Nährboden für letzte, leise Zweifel. Doch was nützt es, darauf jetzt noch Rücksicht zu nehmen? Das ist der berühmte Point of no Return – ab hier gibt es kein Zurück mehr. Oder wie Co-Piloten beim Start sagen: „V-one!“ Das bedeutet: Die Entscheidungsgeschwindigkeit ist erreicht, die Startbahn reicht nicht mehr zum Bremsen. Dann: Finger vom Schub, Hände ans Horn, Rotate und abheben!
Kennt ihr dieses unheimliche Gefühl, sicher zu wissen, dass gerade in diesem Moment etwas Großes, Unaufhaltsames vor sich geht – aber so verdammt langsam, dass ihr die Veränderung in ihrer Kontinuität gar nicht wahrnehmen könnt? Es ist vergleichbar mit dem faszinierenden Anblick eines kenternden Eisbergs, der ganz unmerklich sein Gleichgewicht verliert, sodass sich das tiefblau schimmernde Süßwassereis seiner Unterseite nach oben wendet. Ein monumentaler, lautloser Gewaltakt. Sodann driftet der Gigant durch die Weiten des Ozeans, bisweilen jahrelang, bis er sich erneut wendet oder eines Tages in den Wellen zerbricht und seine Fragmente einfach dahinschmelzen.
In den nächsten Tagen lasse ich mir ein paar Umzugsangebote machen. Die Preise divergieren bei gleichen Randbedingungen erheblich – um bis zu 30 %, was ich auffällig finde und was mich mehr an einen orientalischen Basar erinnert als an ein seriöses Angebotsverfahren. Also lasse ich das mal beiseite und versuche, ein paar gute alte Freunde und Freundinnen zu motivieren, die mir etwas zur Hand gehen könnten. Vielleicht wird es ja ein Umzug wie in alten Studentenzeiten; zumindest was mein Inventar angeht, bin ich mittlerweile wieder auf einem ähnlichen Niveau. Ganz nach dem Leitsatz: Weniger ist mehr! Ich beginne, die ersten Kisten zu packen. Regale leeren sich, Bilder verschwinden, die Wände verlieren ihre Gestaltung und nehmen wieder ihr lebloses Neubau-Weiß an. Die nächsten vier Wochen wird das mein Zuhause sein: Übergangsphase, Zwischenwelt, Metazustand.
Und dann ist da noch mein Job, den ich wie im Autopiloten erledige. Ein Vierteljahrhundert an Erfahrung und Routine macht es nicht weniger anstrengend, aber die Gewissheit am Abend, alles richtig gemacht zu haben, verhindert den geistigen Nachlauf im Kopf. Die Zweifel und Sorgen, die ich einst mit in den Schlaf nahm und mit denen ich am nächsten Morgen aufwachte, gibt es heute nicht mehr. Im Inneren bin ich der glückliche Läufer auf seiner letzten Runde, der sich freut, es in Kürze geschafft zu haben. Ich winke den Zuschauern schon zu und lächle in Vorfreude auf die Ziellinie. Ich werde keinen Rekord mehr brechen, für den ich eine Medaille bekomme – ich war aber auch nie dafür angetreten.
Bevor nun das Ende dieser schnellen Woche eingeläutet wird, ändert sich das Wetter noch einmal. Der wohltuende Regen hört langsam auf und die Sonne wirft einen perfekten Regenbogen über das weite Land vor meiner Terrasse. Wie kitschig symbolträchtig! Ein Regenbogen als Inbegriff der Wendung zum Guten. Der Sonnenschein, der auf Regen folgt. Und das einen Tag vor meinem Geburtstag. Manchmal muss eben auch Kitsch sein. Das ist die rosa Zuckerwatte des Lebens: Viel zu süß, viel zu bunt und viel zu vergänglich – aber zu viel des Guten kann manchmal so schön sein! Das ist genau die Haltung, mit der ich ins Geburtstagswochenende gehe. Viele liebe Menschen gratulieren mir. Ich koche eine fernöstliche Phở, improvisiere zum Nachtisch ein Milchreis-Birnen-Trifle aus Vorräten, die vor meinem Umzug noch aufgebraucht werden müssen, und mache meine Gäste damit glücklich.
Die Woche ist zu Ende, der Mond nimmt zu und draußen ist es so still wie vor einem Sturm.
Woche 10
Erste Male und letzte Male
Was man nicht so alles bedenken muss, wenn das Arbeitsleben endet, und was man mittlerweile nicht so alles braucht, um sich einigermaßen hindernislos in dieser Welt bewegen zu können. Bald werde ich mein wichtigstes elektronisches Kommunikationsmittel abgeben müssen. Sechsundzwanzig Jahre dieselbe Nummer und sechsundzwanzig Jahre, in denen ich mich nie um Hardware habe kümmern müssen. Was für ein Privileg. Und nun soll ich mich mit Vorteilen, Nachteilen, meinem persönlichen Nutzungsverhalten, Speicherplatz und solchen unwichtigen Dingen beschäftigen. Wisst ihr was: ich hab' einfach ein gebrauchtes Gerät mit der besten Kamera gekauft. Im Grunde ist dieser ganze technische Schnickschnack egal. Das Bier schmeckt schließlich auch nicht besser, wenn man mit einem Mercedes einkaufen fährt. Genauso wenig wie mir der neueste Handy-Schlitten hilft, würde ich nur Blech kommunizieren. Ok, ein Zugeständnis muss ich machen: in Rosa hätte ich es nicht gekauft.

Eine ungleich wichtigere, aber nicht weniger konsequente Entscheidung treffe ich diese Woche bezüglich meiner laufenden Immuntherapie: Sie ist ab sofort beendet! Nach gründlicher Recherche im wissenschaftlichen Datenwust sagen alle belastbaren Studien übereinstimmend das Gleiche: Bei einem guten Verlauf ist das therapeutische Nutzenmaximum nach exakt zwei Jahren erreicht. Mit jeder weiteren Infusion kippt das sensible Risiko-Nutzen-Verhältnis. Was ab jetzt mit jedem zusätzlichen Zyklus steigt, ist nicht die Lebenserwartung, sondern schlicht das kumulative Risiko für teils irreversible Spätfolgen, sogenannte DIRE (delayed immune-related events). Da ich längst über diese kritische 2-Jahres-Grenze hinaus bin und mich sträflicherweise erst jetzt selbst tiefgehend eingelesen habe, ist mein Entschluss klar und folgerichtig. Von medizinischer Seite liegt mir bis heute weder ein evidenzbasierter Grund für eine Fortsetzung vor noch eine fundierte klinische Begründung, warum ich hier monatelang leitlinienwidrig übertherapiert wurde. Die Menschen in der behandelnden örtlichen Onkologie sind mir in den Jahren sehr ans Herz gewachsen und sie haben so viel Gutes für mich getan – und vielleicht ist es gerade deshalb umso enttäuschender, dass man sich hinter der dünnen Aussage versteckt, „es sei natürlich meine freie Entscheidung, jederzeit mit der Therapie aufzuhören“. Etwas polemisch hört sich das an wie: „Tja, wenn Sie Ihr Abo nicht kündigen, läuft es automatisch weiter.“ Ich nehme meine Gesundheit ab heute wieder selbst in die Hand.
Die Tage verstreichen gewohnt schnell und zum Ende der Arbeitswoche findet mein letztes hochkarätiges Teamtreffen im Headquarter meiner Company statt – in der Stadt, die es angeblich nicht gibt. Die Kolleginnen und Kollegen... – nein, so kann der Satz nicht beginnen! – Meine Weggefährten, Leidensgenossinnen, Partner, Unterstützerinnen und Lehrmeister, meine liebgewonnenen Zeitgenossen und Mitstreiterinnen eines guten Vierteljahrhunderts – alle sind sie da. Sie jonglieren mit großen Zielen, nehmen alle Herausforderungen der Gegenwart selbstbewusst an, streiten trefflich um die besten Lösungen und – als ginge es um nichts weniger als den Kulminationspunkt allen Erfolges – fordern sie die Zukunft mit einer beeindruckenden Leichtigkeit heraus, die mir nur erlaubt, ihnen von Herzen das Beste zu wünschen. Ich fühle mich wie der Wanderer, der sein Pensum auf einem anstrengenden Weg geleistet hat, der sein persönliches Ziel am Ende dieser Etappe erreicht hat und nur noch die Geschichten seiner erlebnisreichen Reise weitererzählt, auf dass sie der nächsten Generation nützen mögen. Sie werden noch viele Berge besteigen, die für mich zu fern und zu hoch geworden sind, und ich werde derweil neue und andere Dinge erleben, von denen sie noch keine blasse Ahnung haben. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werde ich an einer sonnigen Wegesgabelung abbiegen. Dann werden wir uns zuwinken, uns irgendetwas wie „Berg heil!“ wünschen und unsere gemeinsame Geschichte vielleicht in Lebenstagebüchern vermerken. Zwei bewegende Tage.
Der Rest der nunmehr zehnten Woche füllt sich mit ein paar lukrativen Verkäufen von „Gepäck“, das ich nicht mehr tragen möchte und der geordneten Verräumung meiner verbleibenden Habseligkeiten in Umzugskartons, derer sich mittlerweile an die fünfzehn in den Zimmern stapeln. Sie sind der Spannungsbogen in der aktuellen Geschichte und sie machen mich gleichermaßen nachdenklich und ungeduldig. Nachdenklich darüber, was ich wohl aus den letzten turbulenten dreieinhalb Jahren mitnehme und ungeduldig, weil ich lieber heute als morgen aufbrechen möchte – weil ich das Ticket für meine Zukunft endlich lösen möchte.
Fortsetzung folgt…





